Wetter in der Dominikanischen Republik


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Wetter in der Dominikanischen Republik (nach Regionen)


Dominikanische Republik In der Dominikanischen Republik gibt es keine thermisch unterschiedlichen Jahreszeiten, d.h. das Wetter in der Dominikanisches Republik ist rel. konstant. Die Temperaturdifferenz zwischen wärmstem und kältestem Monat im Mittel beträgt höchstens 3 bis 5 Grad. An den Küsten kann ganzjährig mit Temperaturen zwischen 28 und 33 Grad Celsius gerechnet werden. Es herrscht ein Tageszeitklima, da die Tagesamplitude, also der Unterschied der mittleren Tag- und Nachttemperatur, größer ist als die Jahresamplitude. Der Wechsel zwischen Trockenzeit und Regenzeit würde eher eine Einteilung in Jahreszeiten rechtfertigen. Die Regenzeit ist an den Zenitstand der Sonne gekoppelt, also wenn die Sonne senkrecht auf die Erde scheint. Dieser wird in der Dominikanischen Republik im Hochsommer erreicht. Dann erwärmt sich die Erde am stärksten. Die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft steigt auf und hinterlässt eine Tiefdruckrinne. Wenn die feuchte Luft aufsteigt, wird sie abgekühlt. Kältere Luft kann nicht so viel Wasser speichern wie warme Luft. Die Folge ist, dass immer wieder heftige Regenschauer niedergehen, die im Wechsel mit Aufheiterungen und starker Sonnenbestrahlung stehen. Dies ist die Periode der Regenzeit, die normalerweise von Mai/Juni bis Oktober/November dauert. Aufgrund der globalen Klimaveränderungen haben sich jedoch Unterschiede innerhalb des Landes ergeben. Inzwischen sind die Rgenzeiten nicht mehr so klar voneinander abzugrenzen wie einst. So ist im Norden in der Zeit von Oktober bis Mai mehr Niederschlag zu erwarten als zu der restlichen Zeit des Jahres.

Im Winter hat sich, entsprechend dem Zenitstand der Sonne, die Tiefdruckrinne auf die südliche Hemisphäre der Erde verlagert. Ende Dezember steht die Sonne senkrecht über dem Südlichen Wendekreis. Dann gibt es dort die Regenzeit. In der Dominikanischen Republik herrscht zu dieser Zeit trockenes Hochdruckwetter und der Nordost-Monsun bläst stark und gleichmäßig.

Ein weiteres Charakteristikum der Tropen ist die Tag-und-Nacht-Gleiche. Tage und Nächte sind je nach Jahreszeit gleich oder fast gleich. In der Dominikanischen Republik geht die Sonne das ganze Jahr über um circa 6:00 Uhr auf und circa 18:00 Uhr unter. Die Dämmerung ist in der Dominikanischen Republik im Vergleich zu unseren Breiten nur sehr kurz.

Die Dominikanische Republik liegt im Bereich der Passatwinde. Diese Luftbewegungen sind das ganze Jahr vor allem über dem Meer wehende Winde, die aus subtropischen Zellen hohen Luftdrucks heraus wehen und die von äquatorialen Tiefdruckgebieten angesogen werden. Auf der nördlichen Halbkugel müsste demnach die Windrichtung Nord-Süd sein. Die Luftströmung wird jedoch durch die Erdrotaion auf Südost abgelenkt. Somit weht der Wind von Nordost nach Südwest, daher der Name Nordost-Passat.

Die unterschiedlichen Höhenlagen, die sich aus dem Relief des Landes ergeben, sind mit wetterbestimmend. Die Durchschnittstemperatur verringert sich bei je 1.000 Höhenmetern um circa 6 Grad Celsius. Die höchste Erhebung des Landes ist der Pico Duarte im Cordillera Central mit 3.098 Metern. Ausschlaggebend für die Niederschlagsmenge ist außerdem, ob ein Gebiet im Regenschatten der Berge liegt oder nicht.


Die Nordküste der Dominikanischen Republik - Wetter in Puerto Plata und Sosua
(Quelle Wetter-Daten: Oficina Nacional de Meteorologia, Dominikanische Republik)

Hier herrscht tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Auch nachts im Winter sinken die Temperaturen nie unter etwa 17 Grad. Die Lufttemperatur bewegt sich tagsüber bei etwa 28 Grad im Winter und 33 Grad im Sommer. Die Regenzeit hat sich im Laufe der Zeit vom Rest des Landes abgegrenzt. Sie findet hier von November bis Januar statt. Die Wassertemperaturen im Atlantik liegen bei 24 ºC bis 29 ºC.

  Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Nachttemperaturen in ºC 17,4 17,2 17,7 18,8 19,9 20,8 21,0 20,9 20,6 20,0 19,1 18,0
Tagestemperaturen ºC 28,8 28,8 29,3 30,0 31,1 32,4 32,5 32,5 32,6 32,2 30,5 29,0
Niederschlag in mm 190,3 139,9 128,7 123,6 137,3 57,1 69,7 81,1 66,1 111,0 228,4 231,8
Regentage 12,8 11,1 9,8 11,6 11,6 6,9 7,7 8,6 7,6 10,7 13,9 15,2


Die Südküste der Dominikanischen Republik - Wetter in Santo Domingo und La Romana
(Quelle Wetter-Daten: Oficina Nacional de Meteorologia, Dominikanische Republik)

Viele Teile der Südküste liegen im Regenschattengebiet der Cordillera Central. Deshalb ist es hier trockener und im Winter etwas wärmer. Die Regenzeit dauert im Gegensatz zur Nordküste der Dominikanischen Republik von Mai bis Oktober. An die Südküste grenzt das Karibische Meer. Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 26 und 28 ºC.



  Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Nachttemperaturen in ºC 19,6 19,7 20,2 21,1 22,2 22,9 22,8 22,7 22,7 22,3 21,4 20,3
Tagestemperaturen ºC 29,2 29,2 29,6 30,2 30,4 30,8 31,3 31,5 31,4 31,1 30,6 29,6
Niederschlag in mm 63,0 56,8 53,8 71,9 187,7 140,1 144,6 177,4 180,9 186,8 99,8 84,3
Regentage 7,6 6,3 6,3 7,0 11,3 10,3 11,4 12,0 11,8 13,0 9,4 9,0


Die Ostküste der Dominikanischen Republik - Wetter in Punte Cana und Bavaro
(Quelle Wetter-Daten: Oficina Nacional de Meteorologia, Dominikanische Republik)

In der Regenzeit zwischen Mai und Oktober fällt hier deutlich weniger Niederschlag als im Süden der Dominikanischen Republik. Tropische Temperaturen herrschen das ganze Jahr und bewegen sich zwischen 27 und 31 Grad. Die Wassertemperaturen im Karibischen Meer schwanken zwischen 26 und 29 Grad: Perfektes Urlaubswetter.

  Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Nachttemperaturen in ºC 21,9 21,8 22,0 22,5 23,2 24,1 24,6 24,8 24,4 23,6 23,2 22,3
Tagestemperaturen ºC 27,7 27,6 28,1 28,7 29,6 30,3 30,5 30,7 30,9 30,5 29,4 28,1
Niederschlag in mm 66,4 54,2 54,2 69,2 124,4 103,9 78,3 103,1 101,7 152,1 116,6 78,5
Regentage 10,0 6,8 6,7 6,6 10,1 9,2 9,1 10,0 10,4 11,4 11,5 11,0


Das Wetter in den Gebirgsregionen der Dominikanischen Republik
(Quelle Wetter-Daten: Oficina Nacional de Meteorologia, Dominikanische Republik)

Der größte Teil der Dominikanischen Republik ist gebirgig. Relativ flach sind eigentlich nur die Küstenstreifen. Die vier großen Gebirge befinden sich im Zentrum der Insel, im Norden, im Osten und im Südwesten:



» Cordillera Central mit dem höchsten Gipfel der Karibik, dem Pico Duarte (3.098 Meter)
» Cordillera Septentrional im Norden mit einer höchsten Erhebung von 1.249 Metern
» Cordillera Oriental im Osten mit einer höchsten Erhebung von 815 Metern
» Sierra de Baoruco im Südwesten mit einer höchsten Erhebung von 2.368 Metern

Die höchstgelegene Stadt der Karibik mit 1.200 Metern über dem Meeresspiegel ist Constanza im Zentrum der Dominikanischen Republik, was sind natürlich auch auf das Wetter auswirkt. Hier können die Temperaturen nachts auch mal unter 0 Grad Celsius fallen. Dafür sind die Temperaturen hier am Tage höher als im Küstenbereich.



  Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Nachttemperaturen in ºC 15,3/ 16,1 17,4 18,9 19,9 20,1 19,6 19,8 19,8 19,5 18,1 15,9
Tagestemperaturen ºC 29,6 30,4 31,4 31,5 31,3 31,8 32,7 32,7 32,2 31,0 30,1 29,6
Niederschlag in mm 12,1 15,4 31,2 69,3 141,5 90,2 108,3 128,2 148,4 134,7 53,1 18,2
Regentage 1,7 1,9 3,3 6,1 10,1 8,4 8,3 9,3 10,6 11,3 4,9 1,7




Hurrikans - ein karibisches Wetterphänomen auch in der Dominikanischen Republik


Die Karibik, im Grenzgebiet der Tropen liegend, ist eine Zone tropischer Wirbelstürme. Ein Hurrikan ist ein im karibischen Raum gefürchteter orkanartiger Wirbelsturm, der um eine Zyklone, ein Tiefdruckgebiet kreist.

Der Name "Hurrikan" stammt aus der Arawakensprache und bedeutet so viel wie "böser Geist". Durch starke, großflächige Erwärmung des Meeres auf mehr als 27 Grad Celsius in den heißesten Monaten August bis Oktober steigt sehr warme, feuchtigkeitsgeladene Luft rasch in große Höhen empor. Sie wird in der Höhe abgekühlt. Je höher die Luft aufsteigt, desto stärker ist die Kondensation. Die wiederum führt zu einer gigantischen Quellwolkenbildung. Heftige Gewitter und stark niedergehender Regen erzeugen einen gefährlichen Kreislauf. Der Druck im Zentrum dieses zunächst noch senkrechten Kreislaufs sinkt extrem unter 950 Milibar. Der tiefste bisher gemessene Druck betrug nur 885 Milibar. Wenn dann durch die stark ablenkende Wirkung der Erdrotation in Äquatornähe dieser senkrechte Kreislauf in die Waagerechte umkippt und sich in eine horizontale Luftspirale verwandelt, dann erzeugt dieser gewaltige Dreheffekt, der die geballten Luftmassen um die eigene Achse wie einen Kreisel dreht, eine verheerende Kraft. Die Drehgeschwindigkeit kann bis zu 320 Kilometer pro Stunde betragen, während im Auge des Sturmfelds Windstille herrscht. Der dazugehörige Wolkenwirbel kann bis zu 800 Kilometer im Durchmesser erreichen. Die Wandergeschwindigkeit eines Hurrikans beträgt zwischen 20-50 km/h. Auf seiner Zugstraße hinterlässt er eine Spur der Verwüstung.


Je nach Windgeschwindigkeit werden Hurrikans in fünf Kategorien eingeteilt:

» Kategorie 1 erreicht Windgeschwindigkeiten von 119 bis 153 km/h
» Kategorie 2 erreicht Windgeschwindigkeiten von 154 bis 177 km/h
» Kategorie 3 erreicht Windgeschwindigkeiten von 178 bis 209 km/h
» Kategorie 4 erreicht Windgeschwindigkeiten von 210 bis 269 km/h
» Kategorie 5 erreicht Windgeschwindigkeiten von mehr als 270 km/h


Hurrikan-Historie

1950 begann der Nationale Wetter Service (NWS) der USA, tropischen Stürmen Namen zu geben. Zehn Jahre später wurde eine Liste mit 21 Namen erstellt, die für die Benennung von Hurrikans vorgesehen war. Dabei orientierte man sich an die bis dahin stärkste Hurrikansaison im Jahre 1933, als 21 Hurrikans registriert wurden. Mehr traten bisher nur im Jahr 2005 auf. Derzeit gibt es sechs feste Namenslisten, die alle sechs Jahre verwendet werden. So gab es beispielsweise im Jahr 1999 einen Hurrikan Dennis, dessen Name 2005 wiederverwendet wurde. Dementsprechend tauchen die Namen der Liste von 2006 im Jahre 2012 erneut auf. Allerdings werden die Namen von besonders starken Hurrikans aus den Listen gestrichen und durch neue ersetzt. 2004 wurde zum Beispiel der Name Ivan gestrichen und 2010 durch Igor ersetzt. Das Jahr 2005 ist dabei mit fünf Streichungen Rekordhalter. Dennis, Katrina, Rita, Stan und Wilma wurden als so schwer eingestuft, dass ihre Namen in der Liste von 2011 nicht wieder auftauchten.


» Hurrikan Andrew, August 1992: Kategorie 4, 26,5 Milliarden Dollar Sachschaden, 26 Todesopfer
» Hurrikan Jeanne, September 2004: Kategorie 1, 18 Todesfälle in der DomRep, über 3000 gesamt
» Hurrikan Dennis, Juli 2005: Kategorie 4, 89 Todesopfer, 4 Milliarden Dollar Sachschaden
» Hurrikan Emily, Juli 2005: Kategorie 4, 14 Todesopfer, 25 Millionen Dollar Sachschaden
» Hurrikan Dean, August 2007: Kategorie 4, 6 Todesopfer in der DomRep, 41 gesamt
» Hurrikan Gustav, Aug/Sep 2008: Kategorie 4, 8 Todesopfer in der DomRep, 110 gesamt
» Hurrikan Irene, August 2011: Kategorie 4, 4 Todesopfer in der DomRep, 54 gesamt
» Hurrikan Isaac, August 2012: Kategorie 1, 5 Todesopfer in der DomRep, 24 gesamt



Die beste Wetter- und Reisezeit


Grundsätzlich hat der Tourismus in der Dominikanischen Republik das ganze Jahr über Saison. Reisende aus unseren Breiten werden ein angenehmes und bekömmliches Klima bzw. Wetter vorfinden. Natürlich wird dem Besucher die Trockenzeit von Oktober bis Mai im Süden und Osten des Landes, beziehungsweise von Februar bis Oktober im Norden, mehr zusagen als die Regenzeit. Aber auch die Regenzeit ist reizvoll. Sie ist durch teilweise sehr heftige Regenschauer gekennzeichnet. Diese sind jedoch stets von kurzer Dauer und auch während der Regenzeit gibt es genügend Sonnenstunden. Interessante Wolkengebilde, das saftige Grün der Pflanzen und die Pracht tropischer Blüten stehen dann auf der Habenseite landschaftlichen Genusses. Die Anzahl der Sonnenstunden ist in der Regenzeit kaum geringer als während der Trockenzeit. Außerdem mildern die Seewinde die Schwüle und lassen die teilweise doch sehr hohe Luftfeuchtigkeit von bis zu 82% besser ertragen. Ein weiterer Vorteil der Regenzeit sind zudem die günstigeren Preise der Nebensaison.

Da fast in jedem Jahr ein schwerer Hurrikan die Region erschüttert, sollten die Monate Juli, August und September gemieden werden. Für das Jahr 2013 wird von den Meteorologen eine überdurchschnittliche Hurrikansaison vorausgesagt. Sie gehen von 14 tropischen Stürmen, 9 Hurrikans und 5 schweren Hurrikans aus. Allerdings muss nicht jeder dieser Stürme die Dominikanische Republik betreffen.